“Ohne Mehrwert” – Podcast Tipp

Inspirierende Beispiele gemeinschaftlicher Aneignungen von Räumen gibt’s im Podcast „Ohne Mehrwert“. Absolute Empfehlung! In bislang 5 Folgen sprechen die Redakteur*innen mit Menschen, die auf unterschiedliche Weise an Projekten zur Vergesellschaftung von Böden, Häusern und Betrieben beteiligt sind:

In Folge #1 wird der Vergemeinschaftungsprozess und die Selbstorganisation der „Seume14“ hin zum MHS-Projekt beschrieben. In Folge #2 lernt ihr mit der Möckernkiez eG einen neuen Kiez mitten in Berlin kennen. Folge #3 widmet sich dem Gutshof „Neuendorf im Sande“ im Südosten Brandenburgs. Ein alternatives Wohn- und Kulturprojekt mit Zugezogenen und Alteingesessenen. Schließlich in Folge #4: die Stadtbodenstiftung – ähnlich der MHS-Idee will sie sich dafür einsetzen Immobilien dem Markt zu entziehen und in die gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung zu überführen – so called Community-Land-Trust Modell. In der (vorerst?) letzten Folge #5 geht es darum wie eine „SoLaWi“ (solidarische Landwirtschaft) funktioniert und der Boden der “Ackerillas” langfristig gesichert werden konnte.

Das Projekt OhneMehrwert wurde gleichberechtigt von Janine Korduan und Serttas Dündar konzipiert und koordiniert. Die Reihe wird vom Kollektiv Fairraum konzipiert und umgesetzt. Interessiert? Hoffentlich. Hier geht’s zur Übersicht.

Deutsche Wohnen & Co enteignen

Am 26. Februar ist das Volksbegehren zur Vergesellschaftung der Wohnbestände großer Wohnungsunternehmen – auch bekannt als „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ – in seine zweite Phase gestartet. Nun gilt es bis zum 25. Juni 2021 175.000 gültige Unterschriften zu sammeln, um einen Volksentscheid zu bewirken.

Warum das Ganze? In aller Kürze: Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen. Die aktuelle und vergangene Wohnpolitik Berlins jedoch tat und tut nicht ausreichend, um den Bewohner*innen ausreichenden, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wir erleben Mietsteigerung und Verdrängung. Das Problem an der Wurzel packen soll der vorgelegte Gesetzesentwurf. Ziel ist die Vergesellschaftung der Wohnungen von privaten Wohnungsgesellschaften mit mehr als 3000 Berliner Wohnungen, sowie deren Überführung in eine Anstalt öffentlichen Rechts. Sprich: Immobilien der Spekulation entziehen, gemeinschaftlich besitzen, Miete ohne Profite (viel mehr hier).

Das finden wir gut so! Ihr auch? Dann unterschreibt – Orte an denen Unterschriften entgegen genommen werden findet Ihr auf dieser Karte. Auch gut, toll, wunderbar: Freund*innen und Verwandten davon erzählen, Unterschriften sammeln, spenden. Webseite: https://www.dwenteignen.de

Hören statt Lesen: NMBHSI goes Podcast

Ab sofort gibt es die Informationen aus dem Netzwerk für das Netzwerk auch zum Hören: In unserer neuen Podcast-Serie besprechen wir mit verschiedenen Expert*innen alles, was uns gerade umtreibt. Was kann das Mietshäuser Syndikat für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung in Berlin leisten? Wie können Berliner Initiativen an Genossenschaftsförderung kommen? Wie können Hausprojekte diverser werden?

In der  ersten Folge  geht es um die aktuelle Lage in der Berliner Stadtentwicklung, die Arbeit der Regionalberatung Berlin-Brandenburg und das Netzwerk Berliner Mietshäuser Syndikatsinitiativen.

 

Konzeptverfahren Skalitzer Straße 40 / Wiener Straße 64 wieder vorangekündigt! 💪💪💪

Mit Unterstützung des Netzwerks Berliner MHS-Initiativen ist es durch den Einsatz der Initiativen Akronym, Bonnie, Royal Wedding und Wogel gelungen, das Konzeptverfahren um das Grundstück Skalitzer/Wiener Straße weiter voran zu bringen. Es stand im Juni kurz vor dem Aus.
Was war passiert?
Das Konzeptverfahren wurde von Seiten der BIM offiziell für das erste Quartal 2020  angekündigt. Der Bezirk hatte in 2019 bereits verschiedene Beteiligungsveranstaltungen für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung um das Grundstück durchgeführt. Anfang des Jahres wurde die Ankündigung kommentarlos von der Website gelöscht. Gerüchteweise hieß es, dass die Senatsverwaltung plane, ausgerechnet die Berlinovo das Grundstück entwickeln zu lassen – für die benachbarte Feuerwache. Auf Initiative des Netzwerkes haben sich die Beteiligten der Stadt und des Bezirks im Steuerungsausschuss Konzeptverfahren im Juli erneut zusammengesetzt und beraten. Nun ist das Verfahren wieder vorangekündigt – für das vierte Quartal 2020.