Grundstücke und Konzeptverfahren

Das Netzwerk Berliner MHS-Initiativen hat sich gegründet, um solidarisch oder sogar gemeinsam Konzepte für Konzeptverfahren zu entwickeln. Aktuell bereiten wir uns auf die Verfahren für folgende Grundstücke vor:

  • Brückenstraße 20, Treptow-Köpenick
  • Radenzer Straße gegenüber Nr. 50-54, Treptow-Köpenick
  • Heidekampweg 51, Treptow-Köpenick
  • Sophienstraße 34, Lichtenberg
  • Skalitzer Str. 40, Kreuzberg
  • Schumacher Quartier, Tegel

Außerdem sind einige Gruppen von uns im GeWiSel auf dem Dragoner Areal aktiv.

Wenn Ihr ebenfalls Interesse an den Konzeptverfahren für eines der oben genannten Grundstücke habt, meldet euch gern bei uns. Viele Gruppen haben noch Platz für weitere Interessent*innen.

Hier wäre ein Foto von einem lauschenden Häschenn zu sehen.

Hören statt Lesen: NMBHSI goes Podcast

Ab sofort gibt es die Informationen aus dem Netzwerk für das Netzwerk auch zum Hören: In unserer neuen Podcast-Serie besprechen wir mit verschiedenen Expert*innen alles, was uns gerade umtreibt. Was kann das Mietshäuser Syndikat für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung in Berlin leisten? Wie können Berliner Initiativen an Genossenschaftsförderung kommen? Wie können Hausprojekte diverser werden?

In der  ersten Folge  geht es um die aktuelle Lage in der Berliner Stadtentwicklung, die Arbeit der Regionalberatung Berlin-Brandenburg und das Netzwerk Berliner Mietshäuser Syndikatsinitiativen.

 

Konzeptverfahren Skalitzer Straße 40 / Wiener Straße 64 wieder vorangekündigt! 💪💪💪

Mit Unterstützung des Netzwerks Berliner MHS-Initiativen ist es durch den Einsatz der Initiativen Akronym, Bonnie, Royal Wedding und Wogel gelungen, das Konzeptverfahren um das Grundstück Skalitzer/Wiener Straße weiter voran zu bringen. Es stand im Juni kurz vor dem Aus.
Was war passiert?
Das Konzeptverfahren wurde von Seiten der BIM offiziell für das erste Quartal 2020  angekündigt. Der Bezirk hatte in 2019 bereits verschiedene Beteiligungsveranstaltungen für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung um das Grundstück durchgeführt. Anfang des Jahres wurde die Ankündigung kommentarlos von der Website gelöscht. Gerüchteweise hieß es, dass die Senatsverwaltung plane, ausgerechnet die Berlinovo das Grundstück entwickeln zu lassen – für die benachbarte Feuerwache. Auf Initiative des Netzwerkes haben sich die Beteiligten der Stadt und des Bezirks im Steuerungsausschuss Konzeptverfahren im Juli erneut zusammengesetzt und beraten. Nun ist das Verfahren wieder vorangekündigt – für das vierte Quartal 2020.

Sechs gute Gründe für das Syndikatsmodell

Wohnen mit Vielen, für Viele, von Vielen

Es gibt viele gute Gründe, ein Haus mit dem Mietshäuser Syndikat zu bauen (oder zu kaufen). Hier sind die sechs wichtigsten:

 

1. selbstverwaltet:

Es gibt keine Fremdbestimmung! Die Häuser werden von den Hausgemeinschaften eigenverantwortlich selbstverwaltet. Sie entscheiden selbst:

  • Wer zieht ein.
  • Wie hoch ist die Miete.
  • Welche Umbauten werden umgesetzt etc.

2. unverkäuflich:

Die Häuser werden dauerhaft dem freien Markt entzogen. Es ist keine Spekulation mit ihnen möglich. Sie gehören zu 50% dem Hausverein und zu 50% dem Mietshäuser Syndikat.

Das Mietshäuser Syndikat kann und wird gegen jeden Versuch einer Privatisierung ein Veto einlegen. Die Häuser können auch nicht in Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Der gemeinsame Wohnraum bleibt sicher. Es entsteht kein Privateigentum!

 

3. bezahlbar:

Die Bewohner*innen der Häuser zahlen Miete an den Hausverein. Mit den Mieten werden Kredite zurückgezahlt, Reparaturen finanziert, andere Projekte unterstützt. Die Mieten im Haus bleiben langfristig auf einem bezahlbaren Niveau. Es gilt: Günstige Mieten für immer!

 

4. bewährt:

Seit der Gründungsversammlung 1992, damals noch unter dem Namen “Mietshäuser in Selbstorganisation” (die Mietshäuser Syndikat GmbH wurde 1996 gegründet), ist das Modell bundesweit erfolgreich. Und es wächst kontinuierlich: Aktuell besteht das  Mietshäuser Syndikat aus 152 Projekten.

 

5. vertrauenswürdig:

Das Syndikatsmodell basiert auf dem Know-How und der Vernetzung der bestehenden Projekte. Das schafft für alle Projektpartner*innen Transparenz und Vergleichbarkeit. Über Direktkredite können Privatpersonen neue Projekte finanziell unterstützen.

 

6. solidarisch:

Das Syndikatsmodell fördert funktionierende Hausgemeinschaften. Die Mitglieder teilen sich Wohn- und Funktionsräume und unterstützen sich gegenseitig – bei der Betreuung von Kindern oder im Alter. Gemeinschaftsgefühl entsteht durch die Pflege von hauseigenen Gärten oder Haustieren. Das hält den Rücken frei – unter anderem für die Unterstützung anderer Wohngruppen bei der Gründung neuer Hausprojekte. Keine Spekulation mehr mit Wohnraum!

Ihr wollt mehr darüber wissen, wie das Modell vom Mietshäuser Syndikat funktioniert? Dann gibt es hier mehr Informationen.